Jacques Offenbach
Les Savojardes - Die beiden Savojarden
Ouvertüre
Jacques Offenbach
Les Savojardes - Die beiden Savojarden
Ouvertüre
- Formation Orchestre d'Harmonie
- Compositeur Jacques Offenbach
- Éditeur Siegfried Rundel
-
Niveau de difficulté
- Édition Partition
- Maison d’Édition Musikverlag Rundel
- N ° de commande MVSR2539-PART
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Description:
Die Ouvertüre zur Operette 'Die beiden Savoyarden' steht für die Periode, in welcher Operetten aus der Feder des Jacques Offenbach im 19. Jahrhundert die Entwicklung einer eigenständigen Wiener Operette auslösten. Mit dem Einakter 'Le 66' (deutsch: 'Nummer 66') eröffnete Offenbach 1856 die zweite Sommersaison seines Theaters in Paris. Nach Wien gelangte das Stück nur wenige Jahre später, wo es auf fruchtbaren Boden fiel, denn das Carltheater und das Theater an der Wien hatten sich mittlerweile als die Institutionen erwiesen, die Stücke nach französischen Vorlagen mit Erfolg herausbrachten. Sie wurden in der Regel nicht nur übersetzt, sondern neu gestaltet, da Offenbachs Handlungen in der Regel mit Witz und Parodie Zustände des Zweiten Kaiserreichs aufs Korn nahmen. Dieses Schicksal erfuhr folgerichtig auch dem Einakter 'Nummer 66', der in Wien zu den 'Beiden Savoyarden' und dessen Handlung aus dem Raum Stuttgart nach Frankreich verlegt wurde und auch die Nationalität der Hauptdarsteller wurde verändert, denn aus Tirolern wurden die Savoyarden Suzon und Piccolo. Von wenigen Ausnahmen abgesehen, ist die Musik des Jacques Offenbach von unseren Bühnen verschwunden und so stellt die Adaption der Ouvertüre des Einakters für das sinfonische Blasorchester durch Siegfried Rundel insofern einen kulturellen Schachzug von Bedeutung dar, als hier nicht nur den Bläsern und ihrem Repertoire ein gänzlich unbekanntes Stück geschenkt wird, sondern er erinnert auch damit an eine wesentliche Phase in der Musikgeschichte, die zur Wiener Operette führte.