Johann Schelle
Komm, Jesu, komm, mein Leib ist müde
Johann Schelle
Komm, Jesu, komm, mein Leib ist müde
- Formation Chœur mixte (SSATB)
- Compositeur Johann Schelle
- Éditeur Ludwig Böhme
- Parolier Paul Thymich
- Édition Partition de chœur
- Maison d’Édition Carus-Verlag
- N ° de commande CV01036-00
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Description:
Von 1677 bis zu seinem Tod 1701 war Johann Schelle Leipziger Thomaskantor. Seine Ausbildung hatte er unter Leitung von Heinrich Schütz am Dresdner Hof erhalten. Als Kantor erweiterte Schelle das gottesdienstliche Repertoire des Chores durch zahlreiche geistliche Konzerte, Motetten und Kantaten. Die Motette 'Komm, Jesu, komm' entstand nach dem Tod des Leipziger Universitätsprofessors und Thomasschulrektors Jacob Thomasius und wurde bei dessen Beerdigung 1684 aufgeführt. Der überwiegend freundliche und liedhafte Charakter des intimen fünfstimmigen Satzes spiegelt eine barocke Haltung zu Sterben und Tod: Sterben wird nicht als schmerzvolles Ereignis betrachtet, sondern erwartungsvoll herbeigesehnt als Erlösung vom irdischen und Tor zum ewigen, paradiesischen Leben. Die Dichtung stammt von Paul Thymich, der ebenfalls an der Thomasschule tätig war. Rund ein halbes Jahrhundert später nahm Johann Sebastian Bach die erste und letzte von insgesamt 11 Strophen der Thymich-Dichtung wieder auf und nutzte sie als Grundlage seiner doppelchörigen Motette 'Komm, Jesu, komm'.